UPCYCLING-Anleitung für Eierbecher aus Glas

Endlich gibt es mal wieder einen Blogbeitrag für Euch. Heute habe ich eine schnelle und einfach durchzuführende Aktion für Euch vorbereitet: Eierbecher aus alten Weinflaschen.

Das wird benötigt:

  • leere Weinflaschen – mit starker Wölbung auf der Unterseite, in die ein Ei hineinpasst. Am besten die doppelte Anzahl der benötigten Eierbecher (es werden leider Einige zu Bruch gehen, um frau weiß nie, wie viele das sein werden)
  • einen Flaschenschneider. Oder einen einfachen Glasschneider, für den Ihr aber eine Befestigung bauen solltet: ich hatte den Glasschneider auch mal mit Klebeband am Tischbein befestigt und das hat relativ gut funktioniert.
  • Schleifpapier
  • Schutzbrille UND eine Feinstaubmaske FFP2! Vorsicht: der Glasstaub ist wirklich BÖSE!
  • Wasserkocher für heißes und Wasserhahn für kaltes Wasser

Zunächst müssen von den Weinflaschen die Etiketten entfernt werden – zumindest an der Stelle, wo die Flaschen geteilt werden sollen. Mit Etikett funktioniert es leider nicht. Sollten die Etiketten hartnäckig sein, kann der Ceranfeldschaber zum Einsatz kommen. Die dann noch verbleibenden Klebereste können mit etwas Speiseöl und einem Tuch abgerubbelt werden.

Die Glasflaschen in der gewünschten Höhe mit dem Glasschneider rundherum GLEICHMÄSSIG anritzen. Am Ende der Runde NICHT weiter ritzen, sonst wird der Schnitt unsauber. Und nun wird es spannend, jetzt lassen wir die Physik für uns arbeiten: die Schnittstelle wird abwechselnd mit kochendem und sehr kaltem Wasser übergossen, während die Flaschen am Flaschenhals fest gehalten und gedreht werden. Dabei kann zumindest das heiße Wasser in einer Schüssel aufgefangen und erneut erhitzt werden, um etwas Energie zu sparen. Für den Kälteschock eignet sich auch wunderbar eine Schüssel voller Eiswürfel, wenn frau eine größere Menge schneiden möchte. Diese „Kneipp-Kur“ für die Flaschen wird einige Male wiederholt (bei sehr dicken Weinflaschen kann das schon ´ne Weile dauern). Irgendwann springt dann der zukünftige Eierbecher einfach ab – also bitte nicht erschrecken. Hier ist es leider oft nicht vorhersehbar, ob die Flasche tatsächlich an genau der gewünschten Stelle geteilt wird, denn wir wissen nicht, was die Flasche vorher schon erlebt hat … Also nicht verzweifeln und einfach mit der nächsten Flasche weiter machen. Als Faustregel halte ich meist die doppelte Anzahl der gewünschten Glasartikel an Flaschen bereit, das war bisher ausreichend. Aber auch hier ist es wie so oft: Übung macht den Meister beim Anritzen der Flaschen mit dem Glasschneider. Also übt am besten erst einige Male mit ein paar Flaschen, die Euch nicht ganz so am Herzen liegen.

Die Schnittkanten sind wirklich sehr scharf und müssen etwas geschliffen werden. Dies funktioniert mit ganz normalem Schleifpapier – aber Vorsicht: der Glasstaub ist sehr gesundheitsschädlich. Deshalb solltet Ihr eine Atemschutzmaske (FFP2) tragen. Bewährt hat sich auch, das Ganze im Freien durchzuführen, dann fliegt am nächsten Tag kein Glasstaub durchs Zimmer.

Zur besseren Visualisierung hat mein 10-jähriger Sohn Johann ein tolles Video erstellt. Schaut doch mal in meine Videoanleitung für die Glaseierbecher im SEKUNDÄR-SCHiCK YouTube-Kanal.

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