Für Sie gelesen und recherchiert (54)

Betreutes Einkaufen

Es gibt Menschen, die sind mit der Auswahl in Bekleidungsgeschäften überfordert oder haben einfache keine Lust oder keine Zeit zum Shoppen. Für alle die gibt es so genannte Curated-Shopping-Portale. Bekanntlich sind ja die Männer leichter zufrieden zu stellen, und deshalb gab es die ersten Portale wie z.B. Modamoto ausschließlich für die Herren. Nun wagen sich auch die ersten Anbieter an die Damen.
In Kooperation mit der AMD Akademie Mode und Design in Berlin hat Kisura, die erste deutsche Curated-Shpopping-Plattform für Frauen ein neues Konzept entwickelt. Studenten des 6. Semester Bachelor für Mode- und Designmanagement möchten hier insbesondere kleinere und lokale Labels in diese Plattform integrieren. Das feminine Berliner Label Majaco konnte bereits für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Weitere gemeinsame Forschungsprojekte zwischen Kisura und AMD sind geplant. 
Das Prinzip ist eigentlich kein Neues: in gut geführten Modeboutiquen beraten gut ausgebildete Verkäuferinnen die Kundinnen anhand eines vorher selektierten Sortiments – nun wird dies auf die Online-Welt übertragen. Die Herausforderung ist, dass sich Verkäufer(in) und Käufer(in) nicht persönlich begegnen. Zunächst muss die Kundin eine so genannte Sedcard ausfüllen und sich modisch einschätzen. Nach einem Telefongespräch werden in einem virtuellen Showroom der Kundin 3 Outfits vorgestellt, aus denen diese dann auswählen kann. Die Ware wird bei den entsprechenden Händlern/ Herstellern eingekauft und an die Kundin versendet. Bei Nichtgefallen kann die Ware kostenlos zurück geschickt werden.



Rolling Stones verklagen Bekleidungslabel

Die Rolling Stones sind den meisten bekannt für ihr rotes Zungenlogo. Das in 38 Ländern vertretene Modelabel New Yorker hatte jüngst zum Schlußverkauf mit Plakaten geworben, auf denen ein Mund mit herausgestreckter gelber Zunge zu sehen ist. Diese Plakate sehen angeblich dem „Tongue & Lips Logo“ der Rolling Stones zu ähnlich. Und so wurde der Bekleidungsfilialist von einer Anwaltskanzlei im Auftrag der Rolling Stones verklagt. Alle Plakate und die Preisschilder an Kleidungsstücken mussten per einstweiliger Verfügung in den Filialen sofort entfernt werden. Eine Vertragsstrafe wegen Markenrechtsverletzung wurde ebenfalls gefordert wie die Übernahme der Anwaltskosten in Höhe von 250.000,- €. Der New Yorker Geschäftsführer Friedrich Knapp meint dazu: „Ich lasse mir meine Zunge nicht verbieten!“ Die Anwälte seien bereits eingeschaltet.
Bleiben wir gespannt, wie es weiter geht. Können denn wirklich ältere Herren wie die Rolling Stones verbieten, einen aufgerissenen Mund mit Zunge darzustellen?
Übrigens erhielt der Urheber der Zunge für die Rolling Stones, ein Student am Royal College of Arts in London für seinen Entwurf 1971 nur 50 Pfund.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.