Für Sie gelesen und recherchiert (43)

Antwerpen (10.05.2013)

Das Antwerpener Modemuseum hat mit „Open Fashion“ eine Online-Sammlung seiner Objekte als Beta-Version eröffnet. Neben der Kollektion des MoMu sind die Kataloge der „Momu Library“ sowie das „Contemporary Fashion Archive“ zu finden. Damit bietet sich dem modisch interessierten Leser eine inspirierende Quelle.




Bangladesch (10.05.2013)

Nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes im April in Dhaka wird inzwischen von einem der weltweit größten Industrieunfälle gesprochen. Die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsproduktion in Bangladesch werden ganz offen und international kritisiert. Die Zahl der Unglücksopfer steigt weiter und liegt aktuell bei über 700 tot Geborgenen, ca. 2500 konnten lebend geborgen werden. Konkrete Zahlen, wie viele Personen gesamt betroffen sind, liegen noch immer nicht vor.
Welche Unternehmen in dieser Fabrik produzieren ließen, liegt ebenfalls im Unklaren: es wurden Etiketten und Kleidung z.B. von Kik, Mango und Benetton gefunden. Dennoch ist es wohl zu einfach, sich nur auf diese eine Fabrik zu konzentrieren: zahlreiche bekannte Modeunternehmen lassen in Bangladesch produzieren. Die wenigsten haben aber direkte Beziehungen zu den Fabriken, meist wird das Procedere über Zwischenhändler und Importeure abgewickelt. Da die Bedingungen in Bangladesch nicht erst seit April diesen Jahres bekannt sind, möchte schließlich kein Unternehmen damit in Zusammenhang gebracht werden.
Bangladeschs Regierung hat einen Aktionsplan entwickelt: Ab der neuen Legislaturperiode im Juni soll den Arbeitern in Bangladesch das Recht auf Gewerkschaften und Lohntarife eingeräumt werden. Derzeit liegt der monatliche Mindestlohn bei etwa 29 Euro pro Monat. Den Arbeitern sollen laut Regierungsberater Harun 3 zusätzliche Monatslöhne ausgezahlt werden. Dafür wird eine komplette Liste aller Beschäftigten benötigt – keine leichte Aufgabe.
In der Bekleidungsindustrie Bangladeschs produzieren rund 4500 Fabriken mit einem Umfang von rund 20 Mrd. Dollar hauptsächlich für Unternehmen in den USA und Europa.



Hongkong (10.05.2013)

Seit 2007 hat das Bundeswirtschaftsministerium den offiziellen deutschen Pavillon auf der „Hong Kong International Fur & Fashion Fair“ gefördert. Ab 2014 müssen die Aussteller auf die Auslandsmesseförderung der Bundesregierung verzichten. Als Grund werden Zweifel genannt, ob die Pelzindustrie alle tierschutzrechtlichen Bestimmungen einhalte.
Der Deutsche Pelzverband versichert die korrekte Einhaltung aller Verordnungen und Gesetze und verweist auf die Wichtigkeit von Pelz als nachwachsenden Rohstoff in Zeiten knapper Ressourcen. Von der PETA wird die Entscheidung der Regierung begrüßt, ein „tierquälerisches Gewerbe“ nicht länger zu unterstützen. 

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